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Als wir uns kennen lernten, war unsere
gemeinsame Zukunft recht unbestimmt. Der Lusitano Xileno war zwar zum
"Ausprobieren" an diversen Plätzen gewesen, aber niemand wollte
dieses sensible, schwierige Pferd.
Trotzdem entschied ich mich für diesen Lusitano und habe es bis heute nicht
bereut.
Unser Problem am Anfang: Xileno war immer am Davonrennen, egal in
welchem Tempo und ob beim Reiten oder an der Longe. Mit der Peitsche
hatte er offensichtlich schlechte Erfahrungen gemacht, auch liess seine Kondition
zu wünschen übrig.
Neben vielen Reitunterrichtsstunden begann
ich mit der Arbeit an der Doppellonge, trainierte Figuren aus der
Freiheitsdressur und als ich sah, dass er gerne mit Handtüchern
spielte, übte ich auch das Apportieren mit ihm. Sozusagen als Anti - Scheu - Training zeigte ich meinem Pferd alle möglichen
Alltagsgegenstände wie Schirm, Plastikplane, leere, aneinander
gebundene Konservendosen, Ballone, Bänder usw. Dabei trug er nur ganz am
Anfang ein Halfter, er durfte weglaufen, wenn es ihm unheimlich
vorkam.
Im Laufe der gemeinsamen Jahre haben wir eine stattliche Anzahl
Lektionen gelernt, die sich in unseren Vorführungen niederschlagen.
Das Publikum freut sich über unsere Pferdegymnastik ( Bergziege,
Kompliment, Plié, Plié mit gekreuzten Vorderbeinen ), die
Freiheitsdressur sowie über das Apportieren diverser Plüschtiere. Auch
kombinierte Zirkustricks sind unsere Spezialität. Unser Lusitano gibt
mir z. B. ein Vorderbein und nimmt mir dabei meinen Hut ab. Oder er
trägt während des Laufens eine Rose im Maul, zeigt dann das Kompliment
und gibt sie mir nach dem Aufstehen. Das können Sie sich auf den
nachfolgenden Sites selbst alles ansehen. Ich lade Sie sehr herzlich dazu
ein!
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